Wassergefährdungsklassen (WGK 1–3) einfach erklärt
Die WGK bestimmt maßgeblich, wie streng eine Lagerung abgesichert werden muss. Hier erfahren Sie, was die Klassen bedeuten.
Die Wassergefährdungsklasse (WGK) bestimmt Lagerbedingungen und erforderliches Auffangvolumen. Verstehen Sie die vier WGK-Kategorien.
WGK 0: Nicht wassergefährlich
Z.B. Wasser, pflanzliche Öle. Keine Auffangwanne erforderlich – aber oft sinnvoll zur Prävention.
WGK 1: Leicht wassergefährlich
Z.B. Ethanol, manche Reinigungsmittel. Gering-gradig Gewässerschädigung. Auffangvolumen nach AwSV erforderlich.
WGK 2: Wassergefährlich
Z.B. Hydrauliköl, Motoröl, viele Chemikalien. Die häufigste Kategorie in der Industrie. Deutliche Gewässerschädigung möglich. Auffangvolumen nach AwSV + Verstärkung in Schutzgebieten.
WGK 3: Hochgradig wassergefährlich
Z.B. Schwefelkohlenstoff, aggressive Säuren, Lösemittel. In Schutzgebieten oft 100%-Rückhaltung erforderlich (nicht nur 10%).
Wie finde ich die WGK?
- Sicherheitsdatenblatt (SDB): Abschnitt 12 – Ökologische Daten
- Betriebsanleitungen des Herstellers
- Online-Datenbanken: GESTIS, Umweltministerium
- Hersteller fragen: Auskunftspflicht
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