Ratgeber · Recht
Wassergefährdungsklassen (WGK 1–3) einfach erklärt
Die WGK bestimmt maßgeblich, wie streng eine Lagerung abgesichert werden muss. Hier erfahren Sie, was die Klassen bedeuten.
Die Wassergefährdungsklasse (WGK) drückt aus, wie stark ein Stoff Gewässer gefährden kann. Sie ist eine zentrale Größe bei der Einstufung von Anlagen nach AwSV und beeinflusst direkt das erforderliche Rückhaltevolumen.
Die drei Klassen im Überblick
| Klasse | Bedeutung | Beispiele |
|---|---|---|
| WGK 1 | schwach wassergefährdend | viele Schmieröle, bestimmte Kühlschmierstoffe |
| WGK 2 | deutlich wassergefährdend | zahlreiche Lösemittel, Altöle |
| WGK 3 | stark wassergefährdend | viele Säuren, Laugen, bestimmte Chemikalien |
Daneben gibt es nicht wassergefährdende Stoffe (nwg) sowie allgemein wassergefährdende Stoffe (z. B. bestimmte aufschwimmende flüssige Stoffe), für die Sonderregeln gelten.
Auswirkung auf die Auffangwanne
Bei WGK 3 oder in Schutzgebieten muss in der Regel das gesamte Lagervolumen zurückgehalten werden – nicht nur das größte Gebinde. Das hat erheblichen Einfluss auf die Wannengröße.
Wo finde ich die WGK eines Stoffes?
- Im Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Herstellers
- In der behördlichen Stoffdatenbank (Rigoletto des Umweltbundesamts)
- Bei Gemischen ist häufig eine eigene Einstufung erforderlich
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