AdBlue
AdBlue (AUS 32) ist eine wassergefährdende Harnstoff-Lösung (WGK 1). Für Tanklager, Umschlagplätze und Abfüllstationen gilt: korrosionsbeständiger Werkstoff und ausreichendes Rückhaltevolumen sind Pflicht.
AdBlue (AUS 32, wässrige Harnstofflösung) ist als wassergefährdender Stoff der WGK 1 eingestuft und muss beim Lagern und Umschlagen in einer WHG-/AwSV-konformen Auffangwanne zurückgehalten werden. Da AdBlue mit unlegiertem Stahl reagieren und Korrosion auslösen kann, ist bei Lagerbehältern und Auffangwannen aus diesem Grund häufig Edelstahl die technisch sinnvollere Wahl.
Technische Auslegung
- Technische Eckdaten früh in einer strukturierten Anforderungsliste erfassen.
- Auslegung auf realen Betrieb statt auf Idealfall oder Katalogwerte ausrichten.
- Material, Volumen und Geometrie nur als Gesamtsystem bewerten.
- Konfigurator und Projektanfrage kombiniert für schnellere Angebotsqualität nutzen.
Entscheidungsmatrix für die Praxis
| Situation | Empfehlung | Nutzen |
|---|---|---|
| IBC oder Fass mit AdBlue | Auffangvolumen auf mind. 100 % des größten Gebindes auslegen | Erfüllt die AwSV-Rückhaltevorgabe zuverlässig |
| Tanklager/Abfüllstation im Außenbereich | Edelstahl-Ausführung mit Witterungsschutz einplanen | Vermeidet Korrosionsschäden durch AdBlue und Regenwasser |
| Innerbetrieblicher Transport zur Abfüllstelle | Bodenwanne mit Gitterrost und rutschfester Oberfläche | Reduziert Stolper- und Rutschgefahr im Tagesbetrieb |
Was Entscheider daraus ableiten
Kurzfazit: AdBlue zählt zur WGK 1, verlangt aber wegen seiner korrosiven Wirkung auf unlegierten Stahl in vielen Fällen eine Edelstahl-Auffangwanne statt einer einfachen Stahllösung.
Häufige Projektfehler vermeiden
- Auffangwanne aus unbeschichtetem Stahl statt Edelstahl, obwohl AdBlue Korrosion begünstigt.
- Rückhaltevolumen nur auf das Gebinde, nicht auf mögliche Leckagen an Pumpen und Zapfstellen ausgelegt.
- Keine rutschfeste Ausführung an häufig begangenen Abfüll- und Tankstellen.
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