Auffangwannen · Hersteller aus Baden-Württemberg

Auffangwannen aus Stahl und Edelstahl – direkt vom Hersteller

Auffangwannen für Fässer, IBC-Container, Kleingebinde, Maschinen und ganze Lagerflächen. Gefertigt in eigener Werkstatt in Rottenburg, ausgelegt nach AwSV und StawaR, geliefert bundesweit – als Standardmaß oder Sonderanfertigung.

Unverbindlich · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden · 07457 / 7845

Kurz erklärt: Eine Auffangwanne ist eine flüssigkeitsundurchlässige Wanne ohne Ablauf, die unter oder um Behälter mit wassergefährdenden Flüssigkeiten aufgestellt wird. Läuft ein Fass, IBC oder Gebinde aus, hält die Wanne die Flüssigkeit zurück, bevor sie in Boden, Kanalisation oder Grundwasser gelangt. Rechtlich ist sie eine Rückhalteeinrichtung nach § 18 AwSV; Auffangwannen aus Stahl bis 1.000 Liter werden zusätzlich nach der Stahlwannen-Richtlinie (StawaR) gebaut.

Als zertifizierter Fachbetrieb nach WHG fertigen wir Auffangwannen ausschließlich aus Metall: aus Baustahl S235JR (lackiert oder feuerverzinkt) sowie aus Edelstahl 1.4301 (V2A) und 1.4571 (V4A). Auf dieser Seite finden Sie alle Wannenarten, die Volumenregel nach AwSV, die wichtigsten technischen Anforderungen und eine Checkliste für die Beschaffung.

Auffangwannen auf einen Blick

MerkmalAnforderung bzw. RichtwertQuelle
Dichtheitflüssigkeitsundurchlässig, keine Abläufe§ 18 Abs. 2 AwSV
Rückhaltevolumen Fass-/Gebindelager (bis 100 m³)10 % der Gesamtlagermenge, mindestens das größte Gebinde§ 31 Abs. 2 AwSV
Geltungsbereich StawaRStahlwannen bis 1.000 l Auffangvolumen, max. 10 m² Grundfläche, Aufkantung bis 1 mStawaR Abschn. 1
Mindestwanddicke3 mm Baustahl, 2 mm Edelstahl (1 mm in Sicherheitsschränken)StawaR 2.1.1
Freibord / Mindesthöhemind. 2 cm Freibord, mind. 5 cm AufkantungStawaR 2.1.2
KennzeichnungÜ-Zeichen, Auffangvolumen, Werkstoff, Nutzlast, „Verwendung nach StawaR"StawaR 2.2.2
Sichtprüfung durch Betreiberalle 2 Jahre, inkl. Bodenunterseite bei BaustahlStawaR 4.3

Die vollständige Richtlinie finden Sie in unserem Ratgeber StawaR – Stahlwannen-Richtlinie mit PDF.

Welche Arten von Auffangwannen gibt es?

Auffangwannen werden nach dem Gebinde, dem Medium und dem Einsatzort unterschieden. Die folgenden Bauformen decken den Großteil aller Anwendungen in Industrie, Handwerk und Logistik ab.

WHG-Auffangwanne aus Stahl mit Gitterrost

WHG-Auffangwannen

Die Standard-Rückhaltung für wassergefährdende Stoffe aller WGK – mit oder ohne Gitterrost, nach AwSV und StawaR.

Zu den WHG-Wannen →
Ölauffangwanne aus Stahl in der Werkstatt

Ölauffangwannen

Für Motoren-, Hydraulik- und Schmieröle, Diesel und Altöl – in Werkstatt, Maschinenbau und Fuhrpark.

Zu den Ölauffangwannen →
Gefahrstoffwanne für Fasslagerung

Gefahrstoffwannen

Für Säuren, Laugen, Lösemittel und entzündbare Flüssigkeiten – abgestimmt auf AwSV und TRGS 510.

Zu den Gefahrstoffwannen →
Fassauffangwanne mit 200-Liter-Fässern auf Gitterrost

Fassauffangwannen

Für ein bis vier 200-/220-Liter-Fässer, stehend oder liegend, mit Gitterrost als Stellfläche.

Fassauffangwanne auslegen →
Edelstahl-Auffangwanne aus V2A oder V4A

Edelstahl-Auffangwannen

Aus V2A oder V4A für aggressive Medien, Pharma, Lebensmittel und Reinraum – ohne Beschichtung.

Edelstahl-Auffangwannen →
Befahrbare Auffangwanne mit Auffahrrampen

Befahrbare Auffangwannen

Mit Auffahrrampen für Hubwagen und Stapler – als Sonderkonstruktion mit eigenem Lastnachweis.

Befahrbare Auffangwannen →
Auffangwanne als Sonderanfertigung nach Maß

Auffangwannen nach Maß

Sondermaße, Aussparungen, Überdachung, Anfahrschutz oder Maschinenwannen – gefertigt nach Ihrer Zeichnung.

Zur Sonderanfertigung →

Weitere spezielle Bauformen: Maschinenauffangwannen, Chemikalien-Auffangwannen, Hydrauliköl-Auffangwannen, AdBlue-Auffangwannen, Auffangwannen für Batteriecontainer, Trafo-Auffangwannen und unterfahrbare Auffangwannen.

Wie groß muss eine Auffangwanne sein?

Für Fass- und Gebindelager gibt § 31 AwSV eine feste Formel vor: Bei einer Gesamtlagermenge bis 100 m³ muss die Auffangwanne 10 % der Gesamtlagermenge, mindestens aber den Inhalt des größten Gebindes aufnehmen. Bei mehr als 100 m³ sinkt der Prozentsatz (3 % bzw. 2 %), es gelten dann aber Mindestvolumina von 10 m³ bzw. 30 m³.

LagersituationGesamtmengeRechnungMindest-Auffangvolumen
1 Fass à 200 l200 l10 % = 20 l → größtes Gebinde maßgeblich200 l
4 Fässer à 200 l800 l10 % = 80 l → größtes Gebinde maßgeblich200 l
1 IBC à 1.000 l1.000 l10 % = 100 l → größtes Gebinde maßgeblich1.000 l
2 IBC à 1.000 l2.000 l10 % = 200 l → größtes Gebinde maßgeblich1.000 l
Regallager mit 60 Fässern à 200 l12.000 l10 % = 1.200 l → größer als größtes Gebinde1.200 l
Achtung bei Sonderfällen: In Wasser- und Heilquellenschutzgebieten, bei Löschwasserrückhaltung, beim Abfüllen (§ 18 Abs. 3 Nr. 2 AwSV) oder nach behördlicher Anordnung kann ein deutlich höheres Volumen nötig sein. Gebinde bis 20 Liter Einzelvolumen dürfen nach § 31 Abs. 3 AwSV unter Umständen auf einer flüssigkeitsundurchlässigen Fläche ohne definiertes Volumen stehen. Rechnen Sie Ihren Fall mit dem Auffangvolumen-Rechner nach.

Wichtig für die Praxis: Werden mehrere Auffangwannen nebeneinander gestellt, dürfen ihre Volumina nicht addiert werden. Maßgeblich ist immer die einzelne Wanne, auf der ein Behälter steht – steht ein Behälter über mehreren Wannen, zählt die kleinste (StawaR 4.1 Abs. 3). Außerdem verdrängen eingestellte Behälter Volumen; das gekennzeichnete Auffangvolumen gilt bei Wannen mit Gitterrost nur bis zur Unterkante des Rostes.

Werkstoffe: Welches Material für welche Auffangwanne?

WerkstoffStärkenGrenzenTypische Medien
Stahl S235JR, lackiertwirtschaftlich, hohe Tragfähigkeit, Farbe nach RALBeschichtung muss intakt bleiben; InnenbereichÖle, Diesel, Kühlschmierstoffe, Hydrauliköl
Stahl S235JR, feuerverzinktlanglebiger Korrosionsschutz, auch im Freien unter Dachnicht für Säuren, Laugen, Chlorkohlenwasserstoffe, Amine, Phenol u. a. (StawaR 2.1.1)Öle, Kraftstoffe, Frostschutz, viele Betriebsstoffe
Edelstahl 1.4301 (V2A)korrosionsbeständig, keine Beschichtung, leicht zu reinigenbegrenzt bei chloridhaltigen MedienLebensmittel-, Pharma- und viele Prozessmedien
Edelstahl 1.4571 (V4A)höhere Beständigkeit durch Molybdänhöhere Kostenviele Säuren und Laugen, chloridhaltige Medien
Kunststoff (PE)beständig gegen viele Säuren und Laugengeringere Tragfähigkeit, UV- und Brandverhalten beachtenSalzsäure, Flusssäure, Laugen (nicht unser Fertigungsprogramm)

Die Beständigkeit wird nach StawaR über die Positiv-Flüssigkeitsliste der DIN EN 12285-1 oder die BAM-Liste nachgewiesen. Details zur Werkstoffwahl: Auffangwanne aus Stahl oder Kunststoff?, verzinkt oder Edelstahl? und Checkliste Medienbeständigkeit.

Rechtliche Grundlagen für Auffangwannen

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG), § 62: Grundsatz, dass Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen Gewässer nicht nachteilig verändern dürfen. Daher stammt der Begriff WHG-Wanne. Mehr im Ratgeber Wasserhaushaltsgesetz.
  • AwSV: regelt Rückhaltung (§ 18), Fass- und Gebindelager (§ 31), Gefährdungsstufen, Prüfpflichten und Fachbetriebspflicht. Siehe Wann ist eine Auffangwanne Pflicht?
  • StawaR (Stahlwannen-Richtlinie): technische Baubestimmung für Stahlauffangwannen bis 1.000 Liter – Werkstoff, Wanddicke, Schweißnähte, Kennzeichnung und Prüfung. StawaR erklärt inkl. offiziellem PDF.
  • TRGS 510: Arbeitsschutzregel für die Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern, u. a. Zusammenlagerung. Siehe TRGS 510 und Auffangwannen.
  • Wassergefährdungsklassen: WGK 1 bis 3 bestimmen zusammen mit der Menge die Gefährdungsstufe. Siehe WGK-Klassen.

Ausstattung und Zubehör

  • Gitterrost als Stellfläche für Fässer und Kleingebinde – feuerverzinkt oder Edelstahl, bemessen nach Nutzlast (Gitterroste für Auffangwannen)
  • Staplertaschen oder Füße mit ca. 100 mm Bodenfreiheit – damit die Bodenunterseite kontrolliert werden kann (Staplertaschen)
  • Überdachung oder Wetterschutz für die Aufstellung im Freien – Niederschlag darf nicht in die Wanne gelangen
  • Leckagesonde für schwer einsehbare Wannen
  • Anfahrschutz bei Aufstellung an Verkehrswegen
  • Regaleinbau von Wannen in Fachbodenregalen, sofern sie nicht zur Standsicherheit des Regals beitragen
  • Durchführungen und Aussparungen nur oberhalb des maximalen Flüssigkeitsspiegels – Ablaufhähne sind bei Auffangwannen grundsätzlich unzulässig

Was kostet eine Auffangwanne?

Der Preis einer Auffangwanne hängt weniger von der Wanne „an sich" ab als von wenigen Kostentreibern. Wer diese kennt, kann Angebote sauber vergleichen:

  1. Auffangvolumen und Abmessungen – bestimmen den Materialeinsatz.
  2. Werkstoff und Oberfläche – lackiert, feuerverzinkt, V2A oder V4A.
  3. Wanddicke und Nutzlast – 3 mm Standard, dicker oder versteift bei hohen Lasten.
  4. Zubehör – Gitterrost, Staplertaschen, Dach, Rampe, Leckagesonde.
  5. Stückzahl und Sondermaß – Serienmaße sind günstiger als Einzelstücke.
  6. Lieferung und Aufstellung – Transport, Abladen, Montage vor Ort.

Eine Auffangwanne aus dem Katalog wirkt oft günstiger, passt aber nicht immer zu Stellfläche, Medium oder Nutzlast. Für einen konkreten Preis senden Sie uns die Eckdaten über das Angebotsformular oder nutzen den Konfigurator.

Auffangwanne kaufen: Checkliste in 7 Schritten

  1. Medium und WGK klären – Sicherheitsdatenblatt, Abschnitt 12 und 15.
  2. Gebinde zählen – Anzahl, Einzelvolumen, größtes Gebinde.
  3. Auffangvolumen berechnen – nach § 31 AwSV oder Sonderregel.
  4. Werkstoff festlegen – Beständigkeit gegen das Medium prüfen.
  5. Aufstellort prüfen – innen/außen, ebener befestigter Boden, Verkehrswege.
  6. Handling festlegen – Gitterrost, Stapler, Fassgreifer, Abfüllvorgang.
  7. Nachweise anfordern – Ü-Zeichen bzw. Kennzeichnung nach StawaR, Werkstoffzeugnis, Dichtheitsprüfung.

Ausführlicher: Beschaffungs-Checkliste für Auffangwannen und Auffangwanne richtig dimensionieren.

Warum Auffangwannen von GÜL Metallverarbeitung?

  • Hersteller statt Händler: Zuschnitt, Kanten, Schweißen und Prüfung in eigener Werkstatt in Rottenburg-Hailfingen.
  • Fachbetrieb nach WHG: zertifiziert und unter Überwachungsvertrag mit dem TÜV Süd für das Errichten von Stahlauffangwannen.
  • Dichtheitsprüfung nach StawaR: zerstörungsfrei, z. B. per Farbeindring- oder Vakuumverfahren – nicht durch bloßes Befüllen mit Wasser.
  • Sondermaße und Einzelstücke: Wir fertigen nach Ihrer Zeichnung oder Ihrem Aufmaß.
  • Bundesweite Lieferung: mit kurzen Wegen in Baden-Württemberg und Süddeutschland.

Fachlich verantwortet von Dursun Gül, Inhaber GÜL Metallverarbeitung. Stand: Oktober 2026. Rechtsquellen: AwSV, § 62 WHG, StawaR Stand September 2020 (MVV TB Anhang 17).

Häufige Fragen

Auffangwannen – FAQ

Eine Auffangwanne ist eine flüssigkeitsundurchlässige Wanne ohne Ablauf, in oder auf der Behälter mit wassergefährdenden Flüssigkeiten stehen. Sie hält bei einer Leckage die austretende Flüssigkeit zurück und gilt nach § 18 AwSV als Rückhalteeinrichtung.
Sobald wassergefährdende Flüssigkeiten in einer Anlage gelagert, abgefüllt oder verwendet werden, verlangt § 18 AwSV grundsätzlich eine Rückhalteeinrichtung. Ausnahmen gibt es z. B. für doppelwandige Behälter mit Leckanzeige, für oberirdische Anlagen mit WGK-1-Stoffen bis 1.000 Liter auf geeigneten Flächen und für Gebinde bis 20 Liter nach § 31 Abs. 3 AwSV.
Bei Fass- und Gebindelagern bis 100 m³ Gesamtmenge mindestens 10 % der Lagermenge, aber nie weniger als das größte Gebinde. Für ein 200-Liter-Fass also 200 Liter, für einen IBC 1.000 Liter. In Schutzgebieten oder beim Abfüllen kann mehr gefordert sein.
Nach StawaR mindestens 3 mm bei Baustahl (z. B. S235JR) und mindestens 2 mm bei nichtrostendem Stahl. Nur Wannen in Sicherheitsschränken nach DIN EN 14470-1 dürfen 1 mm dick sein.
Nein. § 18 Abs. 2 AwSV und die StawaR verbieten Abläufe. Auch Schraubverbindungen, die die Wandung unterhalb des maximalen Flüssigkeitsspiegels durchdringen, sind unzulässig. Aufgefangene Flüssigkeit wird abgepumpt oder mit Bindemittel aufgenommen.
Nein. Bei nebeneinander gestellten Wannen zählt nur das Volumen der Wanne, auf der der Behälter steht. Steht ein Behälter über mehreren Wannen, ist die kleinste maßgebend. Die Fugen zwischen den Wannen müssen flüssigkeitsdicht abgedeckt sein.
Der Betreiber kontrolliert regelmäßig auf ausgelaufene Flüssigkeit. Zusätzlich verlangt die StawaR alle zwei Jahre eine Inaugenscheinnahme von Wanne und Gitterrost (bei Wannen in Sicherheitsschränken alle sechs Monate), bei Baustahlwannen auch an der Bodenunterseite, mit Protokoll. Ob zusätzlich eine Sachverständigenprüfung nach AwSV nötig ist, hängt von der Gefährdungsstufe der Anlage ab.
Stahl ist tragfähiger, nicht brennbar und für Öle, Kraftstoffe und die meisten Betriebsstoffe die erste Wahl. Edelstahl deckt viele aggressive Medien ab. Kunststoff (PE) ist bei bestimmten Säuren und Laugen sinnvoll, hat aber geringere Nutzlasten und Nachteile im Brandfall.
Ja, aber Niederschlagswasser darf nicht in die Wanne gelangen. Im Freien braucht die Wanne daher ein Dach oder eine Abdeckung, einen ebenen, befestigten Untergrund ohne Gefälle zur Wanne und einen geeigneten Korrosionsschutz, z. B. Feuerverzinkung oder Edelstahl.
Keiner im Kern: „WHG-Wanne" ist der in der Praxis übliche Begriff für eine Auffangwanne, die die Anforderungen aus Wasserhaushaltsgesetz und AwSV erfüllt. Mehr dazu auf unserer Seite WHG-Auffangwannen.
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  1. Anfrage sendenFormular, Telefon oder Konfigurator – Skizzen gern per E-Mail.
  2. Auslegung & AngebotVolumen, Werkstoff und Lasten geprüft, Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
  3. Fertigung & LieferungTÜV-SÜD-überwacht gefertigt, bundesweit geliefert.

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