Rechner · Formel

Auffangvolumen

Wie berechnet man das nötige Auffangvolumen einer Wanne? Die Formel und typische Rechenbeispiele im Überblick.

Direktantwort: Nach AwSV muss eine Auffangwanne in der Regel mindestens das Volumen des größten gelagerten Gebindes zurückhalten – oder 10 % der Gesamtlagermenge, je nachdem, welcher Wert größer ist. In Wasserschutzgebieten oder bei WGK 3 kann die gesamte Lagermenge zurückzuhalten sein.

Die Formel im Detail

  • Grundregel: Auffangvolumen mindestens so groß wie das größte Gebinde oder 10 % der Gesamtlagermenge – es gilt der jeweils größere Wert.
  • Sonderfall Wasserschutzgebiet oder WGK 3: häufig Vollrückhaltung der gesamten Lagermenge gefordert.
  • Bei brandschutzrelevanten Anlagen zusätzlich anfallendes Löschwasser mit einrechnen.
  • Nutzvolumen der Wanne ist das Innenvolumen abzüglich Gitterrost- und Sockelvolumen.

Rechenbeispiele aus der Praxis

Situation Empfehlung Nutzen
5 × 200-Liter-Fässer, WGK 1, außerhalb SchutzgebietGrößerer Wert aus 200 l (Gebinde) und 100 l (10 % von 1.000 l) – also 200 l MindestvolumenVermeidet Über- oder Unterdimensionierung
Ein IBC (1.000 l), WGK 2Mindestens 1.000 l Rückhaltevolumen einplanenDeckt den ungünstigsten Fall des Gebindes ab
Lagerung in einem WasserschutzgebietVollrückhaltung der Gesamtlagermenge ansetzenErfüllt die strengeren Anforderungen im Schutzgebiet

Kurzfazit

Kurzfazit: Die Formel selbst ist einfach – die Einstufung nach WGK und Standort macht den entscheidenden Unterschied. Im Zweifel großzügiger auslegen als knapp kalkulieren.

Häufige Fehler vermeiden

  • Nur das Gebindevolumen geprüft, die 10-%-Regel bei großen Lagermengen übersehen.
  • Wasserschutzgebiet bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
  • Nutzvolumen mit dem Bruttovolumen der Wanne verwechselt und Gitterrost/Sockel ignoriert.

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